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Dr. Ilja Radusch

Der Pilot hochautomatisierten Fahrens

»Die größte Herausforderung ist die virtuelle Erprobung«

Rund 240 Millionen Kilometer müsste ein Roboterauto auf der Straße zurücklegen, um nachzuweisen, dass es besser fährt, als ein Mensch. Ein utopisches Unterfangen. Um den Prozess zu verkürzen und selbstfahrende Autos zügig auf die Straße zu bringen, arbeitet Dr. Ilja Radusch an der Simulation automatisierten Fahrens und kombiniert hierzu Simulatoren aus verschiedenen Anwendungsbereichen. 

Wichtig ist dabei zum einen das Zusammenspiel unterschiedlicher Sensoren, z. B. mit neuartigen Laserscannern – sogenannten LIDARS. Zum anderen müssen die Situationsanalyse und die Vorhersage von Verkehrsverhalten weiterentwickelt werden, damit automatisierte Fahrzeuge die richtige Entscheidung treffen, wenn so mancher Verkehrsteilnehmer sich nicht an die Straßenverkehrsordnung hält. In der Übergangsphase wird es vielfältige Mischformen zwischen automatisiertem und menschlichem Fahren geben. Diese zu verstehen und zu gestalten, um letztendlich jeden Menschen mit maßgeschneiderter Mobilität von Tür zu Tür zu versorgen, ist das ambitionierte Ziel des Teams um Ilja Radusch. 

Biographie

Dr. Ilja Radusch ist Leiter des Geschäftsbereichs Smart Mobilty (ASCT) bei Fraunhofer FOKUS und leitet das Daimler Center for Automotive Information Technology Innovations (DCAITI) an der TU Berlin. Er arbeitet im Bereich Fahrzeug-zu-X Kommunikation, Feldtests, Sensor- und Ad-hoc-Netzwerke und Mobile Services. Er ist verantwortlich für mehrere Forschungsvorhaben, sowohl mit Industriepartnern als auch im Kontext öffentlich geförderter Forschungsprogramme auf nationaler und europäischer Ebene wie simTD, DRIVE C2X und FOT-net. Im Oktober 2016 wurde das von ihm koordinierte Europäische Forschungsprojekt TEAM mit 28 Partnern aus der Automobilindustrie und der IKT Branche von der EU-Projektgutachterin mit der Bestnote „Excellent“ bewertet.