e-SENS

Das Großprojekt e-SENS soll den europäischen Binnenmarkt durch innovative IKT-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung stärken. Seit April 2013 arbeiten gut 100 Partner aus 20 europäischen Ländern einschließlich Norwegen und der Türkei an dem Ziel effiziente, hochwertige öffentliche Online-Dienste auf der Basis einer standardisierten europäischen Infrastruktur zu entwickeln. Darüber hinaus sind das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) und OpenPEPPOL in einem erheblichen Maße in das Projekt involviert. Entsprechend dem Motto „moving services forward“ wird e-SENS wichtige Schritte für die Bereitstellung grenzüberschreitender digitaler Dienste unternehmen, dabei müssen zahlreiche Hindernisse rechtlicher, semantischer, organisatorischer und technischer Art überwunden werden.

e-SENS entwickelt frei nutzbare technische Basiskomponenten und pilotiert diese in realistischen Anwendungsszenarien. Zu den Basiskomponenten zählen unter anderem Bausteine für die grenzüberschreitende Nutzung:

  • elektronischer Identitäten,
  • elektronischer Signaturen,
  • elektronischer Dokumente sowie
  • elektronischer Zustelldienste.

e-SENS setzt dabei Lösungen weiterer EU-Großprojekte auf, wie e-CODEX, epSOS, SPOCS, STORK und PEPPOL.

Fraunhofer FOKUS unterstützt das Projekt in unterschiedlichen Bereichen. Im Gesundheitswesen werden übergreifende Komponenten aus dem Projekt epSOS weiterentwickelt, insbesondere im Bereich elektronischer Identifikation. Darüber hinaus koordiniert Fraunhofer FOKUS einen Piloten zur grenzüberschreitenden Gewerbeanmeldung mit Hilfe von De-Mail. Dazu wird De-Mail mit weiteren europäischen Zustelldiensten vernetzt. Die Entwicklung berücksichtigt dabei von Beginn an weitere Anwendungsmöglichkeiten.