(Inter-)Kommunale DatenWerke (KDW)

Evaluierung und Umsetzung einer kommunalen Data-Sharing-Plattform

01. Jan. 2023 bis 31. Aug. 2024

Aufgabe & Problemstellung:

Stadtwerke decken mit ihren Dienstleistungen fast alle Aufgaben öffentlicher Daseinsvorsorge ab, die von ihnen erhobenen Daten sind Grundlage für Innovation und Nachhaltigkeit. Die Betonung liegt auf fast: Im Zuge der Digitalisierung gibt es für eine ganzheitliche und effiziente Betrachtung und Bewältigung kommunaler Aufgaben einen wachsenden Bedarf an einer niedrigschwelligen Infrastruktur, die Daten kommunaler Akteur und Akteurinnen miteinander vernetzen und verarbeiten kann. Bisher fehlten dafür die rechtlichen, technischen und organisatorischen Strukturen. Im durch den mFund des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten Projekt »(Inter-)Kommunale Datenwerke« (KDW) entsteht nun eine Data-Sharing-Plattform für den technisch und rechtlich sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen kommunalen Akteuren.


Lösungsansatz und Umsetzung

Anhand eines konkreten Anwendungsfalls im Bereich Mobilität entwickelt die Projektgruppe – bestehend aus dem Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR, den Mainzer Stadtwerken, PMG Parken in Mainz sowie Fraunhofer FOKUS – einen sicheren virtuellen Raum zum intra- und interkommunalen Austausch (teil-)restriktiver Daten unterschiedlicher Organisationen. Ziel ist die Entwicklung einer einfach nutzbaren Plattform, die gleichzeitig größtmögliche Rechtssicherheit für die Dateneigentümer gewährleistet.

Fraunhofer FOKUS unterstützt den Aufbau der kommunalen Datenräume mit seinem inhouse entwickelten Datenmanagement-Ökosystem piveau®. Konkret setzt Fraunhofer FOKUS piveau so ein, dass auch private Datenräume geschaffen und mit der Urbanen Datenplattform von DKSR verknüpft werden können. Dadurch werden sowohl organisationale und statistische Daten aus der Verwaltung als auch Echtzeitdaten von Mobilitätsanbietern oder aus Sensoren auffindbar und für Analysen verwendbar.

Als Proof of Concept auf Basis einer Open-Source-Software soll das Kommunale DatenWerk kommunalen Akteuren den Zugang zu bisher nicht erfassbaren Daten und damit auch neue Anwendungen ermöglichen. Ein wesentlicher Aspekt des Projekts liegt in der Übertragbarkeit der Plattform von Kommune zu Kommune. Indem es den rechtlichen Rahmen für kommunalen Datenaustausch bereitstellt, soll das Projekt künftig als Vorreiter für weitere Datenwerke dienen – als vertrauenswürdige Data-Sharing-Lösung für Kommunen der Zukunft.