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Data.Europa.EU: Die neue zentrale Anlaufstelle für hochwertige Daten innerhalb Europas

01. Dez. 2020 bis 31. Jan. 2027

Aufgabe / Problemstellung

Die Europäische Union bietet derzeit zwei Open-Data-Portale an: das Offene Datenportal der EU und das Europäische Datenportal. Auch wenn beide Portale ihren eigenen Zweck erfüllen, so ist diese Unterscheidung nicht für alle Nutzenden selbstverständlich und kann deshalb zu Verwirrung führen. Aus diesem Grund soll Data.Europa.EU beide Angebote der EU in ein gemeinsames Portal überführen und somit eine zentrale Anlaufstelle für hochwertige Daten innerhalb Europas schaffen. Seit 21. April 2021 ist die Plattform offiziell für Nutzerinnen und Nutzer freigeschaltet. 

Das Europäische Datenportal betreut Fraunhofer FOKUS bereits seit 2015.

Lösungsansatz

Das Herz des neuen Portals wird am Fraunhofer-Institut FOKUS in Berlin entwickelt: das Datenmanagement und die sogenannten Harvesting-Mechanismen, die bereits seit 2015 ihren Dienst verrichten und nun noch weiterentwickelt werden können. Sie durchforsten die Open-Data-Portale der Mitgliedsstaaten, EU-Einrichtungen und neuerdings auf geförderten Projekten regelmäßig nach offenen Datensätzen und binden diese automatisiert in Data.Europa.EU ein. Auch eine weitere zentrale Komponente, das Datenregister, kommt von den Forschern aus der Hauptstadt. Mit Hilfe dieses Registers werden die offenen Daten im Portal einheitlich beschrieben und verzeichnet.

Wie bereits seine beiden Vorgänger, wird das neue Portal auf drei Säulen aufbauen:

• Zugang zu öffentlichen Datenressourcen in ganz Europa über die zentrale Anlaufstelle, das Portal selbst, das über 1 Million Datensätze aus 36 Ländern, 6 EU-Institutionen und 79 anderen EU-Einrichtungen und -Behörden bereitstellt;

• Unterstützung der EU-Institutionen und der Mitgliedstaaten durch die Einrichtung von »Communitys of Practice« für nationale Open-Data-Portale und Richtlinien-Instanzen, sowie Schulungen und Beratung zur Verbesserung, zum Erhalt und zur Dokumentation von Datenveröffentlichungspraktiken;

• Nachweis der sozioökonomischen Vorteile der Wiederverwendung öffentlicher Datenressourcen und verschiedener Anreize zur Förderung und Veranschaulichung von Akzeptanz und Wertschöpfung.

Das Ziel von Data.Europa.EU ist es, diesen Drei-Säulen-Ansatz zu nutzen, um die Schaffung und Verbesserung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen, die öffentliche Datenressourcen wiederverwenden, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und ökologische Effekte und Mehrwerte zu erzielen. Je mehr diese Auswirkungen dokumentiert und verstanden werden, desto stärker werden der Zugriff auf die Daten, deren Auffindbarkeit und die Datenaufnahme zunehmen.

Neben der Verbesserung der bereits bestehenden beiden Dienste, wird der neue Rahmenvertrag auch die Messung der Reife offener Daten in Europa und der sozioökonomischen Auswirkungen offener und geteilter Daten in Europa im Hinblick auf die aktuellen und geplanten Entwicklungen umfassen. Europäische Länder, in denen der Verbesserung der Auffindbarkeit von Daten und der Verbesserung von Datenportalen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte, um die Wiederverwendung öffentlicher Datenressourcen in den jeweiligen Ländern und Gemeinden zu fördern, werden gleichermaßen unterstützt.


Meilensteine

Seit 21. April ist Data.Europa.EU offiziell für Nutzerinnen und Nutzer freigeschaltet. Mit der Zusammenführung der beiden zuvor bestehenden europäischen Open-Data-Portale existiert nun eine zentrale europäische Anlaufstelle für offene Daten. Data.Europa.EU wurde im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht nur optisch verbessert, sondern bietet auch funktionale Vorteile: Die harmonisierte Suche durchsucht auf eine Anfrage parallel das Register der Datensätze sowie Textbeiträge auf der Seite. Die optimierte technische Infrastruktur kann flexibel auf erhöhte Anfrageaufkommen reagieren, und verteilt Ressourcen dynamisch auf die jeweiligen Dienste. Dadurch ist die Plattform belastbarer und energieeffizienter als ihre Vorgänger.

Während der Projektlaufzeit wird die Plattform zudem kontinuierlich weiterentwickelt. In Arbeit sind eine Zitierfunktion, Werkzeuge zur interaktiven Zusammenarbeit, sowie KI gestützte Identifizierung von ähnlichen Datensätzen und entsprechende Benachrichtigung der Nutzenden und weitere funktionale Erweiterungen.