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Leitfäden zur Publikation von qualitativ hochwertigen Datensätzen im Offenem Datenportal der EU

01. Dez. 2019 bis 31. Juli 2020

Open Data wird immenses Potenzial nachgesagt – sei es mit Blick auf wirtschaftliche Innovation, Transparenz oder die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an politischen Prozessen. Die tatsächliche Wertschöpfung offener Daten für Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft wird jedoch häufig durch eine niedrige Datenqualität gehemmt. Nur qualitativ hochwertige Daten, die sich leicht auffinden und weiterverarbeiten lassen, erlauben eine sinnvolle und effiziente Weiternutzung. Damit Daten unkompliziert wiederverwendet werden können, müssen sie durch den Datenanbieter entsprechend aufbereitet werden.

Wie genau kann diese Weiterverwendung offener Daten sichergestellt werden? Wie wird Datenqualität, Datenkonsistenz und Datenkonformität zuverlässig gewährleistet? Welche Kriterien müssen (offene) Datenbestände erfüllen? Zu diesen und weiteren Fragen rund um Qualitätsaspekte von Open Data erstellt Fraunhofer FOKUS seit Dezember 2019 eine Untersuchung für das »Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union«. Die Untersuchung beinhaltet unter anderem die Erstellung von Leitfäden, die Datenanbieter aus der gesamten EU bei der Bereitstellung von Daten auf dem »Offenen Datenportal der Europäischen Union« (ODEP) unterstützen. Das ODEP bietet Zugang zu Daten über die Organe und sonstigen Einrichtungen der EU. Diese Daten stehen jedermann zur Nutzung und Weiterverwendung zur freien Verfügung.

Im Rahmen der Studie werden praktische Hilfestellungen und Empfehlungen erarbeitet – für die Qualität von offenen Daten, ihre Standarisierung und Anreicherung ebenso wie für die Dokumentation und Bereitstellung in geeigneten Formaten. Die Empfehlungen basieren auf einer Analyse der Gesamtheit aller im Portal vorliegenden Datensätze. Ein von Fraunhofer FOKUS entwickeltes Set an Qualitätsindikatoren für die Bereitstellung von Open Data macht diese Überprüfung transparent und nachvollziehbar.

Das Projekt läuft bis Juli 2020 und wird durch die Europäische Kommission finanziert.