Die kooperative Fahrgruppe von Fraunhofer FOKUS hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit in neuartige Fahrerassistenzsysteme zu integrieren, indem sie Erfahrungen aus den Bereichen Forschung und Entwicklung kombiniert. Die Kommunikation bietet neue Einblicke in die Fahrerassistenz, die kein anderer Sensor liefern kann: einen Blick in andere Fahrzeuge. So ist es möglich, Wissen, Absichten und Karten zwischen Fahrzeugen auszutauschen. Diese lokalen dynamischen Karten ermöglichen es Fahrzeugen, mit Multi-Hop-Kommunikation um die Ecke zu sehen oder sogar über die Reichweite der Sensoren hinaus. Die intelligente Integration der Mobilfunkkommunikation ermöglicht es, aggregiertes Wissen noch weiter zu teilen.
Hochautomatisierte und autonome Fahrzeuge können noch einen Schritt weiter gehen: Durch Kommunikation können diese Fahrzeuge kooperative Fahrmanöver aushandeln und durchführen. Einschränkungen wie geringe Durchdringungsraten, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Vertrauen in die drahtlose Kommunikation sind Schlüsselfaktoren für die Realisierbarkeit dieser Funktionen. Die Untersuchung und Prototypentwicklung solcher neuartigen Anwendungen steht im Mittelpunkt der Gruppe für kooperative Fahrerassistenzsysteme. Hochpräzise digitale Karten sind eine wichtige Voraussetzung für alle aktuellen hochautomatisierten und autonomen Fahrzeuge. Diese Karten werden zunächst als hochauflösende 3D-Scans erstellt und liefern Orientierungspunkte für die Lokalisierung sowie Attribute für das Fahrverhalten – aber Straßen und Straßeneigenschaften ändern sich im Laufe der Zeit! Durch die Kombination des verteilten Wissens der hochautomatisierten Fahrzeuge, die auf diesen Straßen fahren, kann ein kooperativer adaptiver Kartendienst geschaffen werden, der Präzision und Aktualität der Informationen vereint. Fraunhofer FOKUS arbeitet mit Branchenführern an der Entwicklung dieser hochmodernen adaptiven Kartendienste.