Quantenprogramme in Qrisp auf GPU-beschleunigten NVIDIA CUDA-Q-Backends ausführen

Eclipse Qrisp-Integration mit NVIDIA CUDA-Q jetzt verfügbar

Die Integration von Eclipse Qrisp, dem von Fraunhofer FOKUS initiierten Open-Source-Framework für Quantenprogrammierung, in die NVIDIA-CUDA-Q-Plattform für hybrides quanten-klassisches Rechnen ist ab sofort öffentlich verfügbar. Entwicklerinnen und Entwickler können die Integration bereits heute mit einem einzigen Befehl installieren: pip install "qrisp[cudaq]".

KI generierter Quantencomputer in Berlin mit Mensch
© AI-generated

Im Juni 2026 kündigte die Eclipse-Qrisp-Community an, dass Qrisp in NVIDIA CUDA-Q integriert wurde und die Veröffentlichung der Integration noch im Laufe des Jahres erfolgen werde. Mit dem heutigen Release ist diese Ankündigung umgesetzt. Entwicklerinnen und Entwickler können nun Quantenprogramme in der intuitiven, Python-basierten Sprache von Qrisp schreiben und diese nahtlos auf den leistungsstarken Simulations- und Hardware-Backends von NVIDIA CUDA-Q ausführen.

NVIDIA CUDA-Q ist eine Plattform für die Entwicklung und Ausführung hybrider quanten-klassischer Workflows und bietet leistungsstarke GPU-beschleunigte Backends (GPU=Graphics Processing Unit). Die Integration mit Qrisp ermöglicht es, komplexe Quantenalgorithmen prägnant und intuitiv zu formulieren und auf modernsten Plattformen auszuführen. So können sich Anwender auf das konzentrieren, was sie berechnen möchten, anstatt darauf, wie sie es für eine bestimmte Plattform implementieren müssen.

Einfacher Einstieg in einem Schritt

Die Integration wird als optionales Zusatzpaket für das Qrisp-Python-Paket bereitgestellt. Die Installation erfolgt mit einem einzigen Befehl: pip install "qrisp[cudaq]".

Dadurch werden Qrisp sowie alle erforderlichen Abhängigkeiten installiert, um Qrisp-Programme auf NVIDIA-CUDA-Q-Backends auszuführen. Bereits vorhandener Qrisp-Code kann anschließend CUDA-Q-Backends nutzen, ohne für eine bestimmte Plattform umgeschrieben werden zu müssen.

Forschende und Anwender aus Bereichen wie Chemie, Finanzwesen, Optimierung und Maschinellem Lernen können Quantenalgorithmen auf einem hohen Abstraktionsniveau entwickeln und nun mithilfe leistungsfähiger Grafikprozessoren auch umfangreiche Simulationen effizient durchführen.

»Diese Veröffentlichung zeigt das Potenzial eines offenen Ökosystems. Qrisp und NVIDIA CUDA-Q adressieren jeweils unterschiedliche Aspekte der Quantenprogrammierung. Durch ihre Integration erhalten Nutzer das Beste aus beiden Welten. Wir sind gespannt, welche Anwendungen die Community damit entwickelt, und auf ihr Feedback«, erklären Dr. René Zander und Matic Petrič vom Fraunhofer-Institut FOKUS.

Tutorium und Community

Begleitend zur Veröffentlichung steht ein Tutorium zur Verfügung. Es führt Schritt für Schritt durch den gesamten Workflow: Vom Schreiben des ersten Quantenkerns bis zur Entwicklung hybrider Optimierungsalgorithmen.

Als Projekt der Eclipse Foundation wird Qrisp offen entwickelt und lebt von Beiträgen der Community. Fraunhofer FOKUS lädt Forschende, Entwicklerinnen und Entwickler sowie Organisationen dazu ein, die Integration auszuprobieren, Feedback zu geben oder selbst Quellcode beizutragen.

Über Eclipse Qrisp

Eclipse Qrisp wurde ursprünglich am Fraunhofer FOKUS entwickelt und wird nun unter dem Dach der Eclipse Foundation organisationsübergreifend gemeinsam gepflegt. Das Framework zielt darauf ab, Forschenden und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, wie z. B. der Chemie oder der Finanzbranche, sowie denjenigen, die sich mit Optimierungsproblemen oder maschinellem Lernen beschäftigen, den Zugang zum Quantencomputing durch abstrakte, hochrangige Programmieransätze zu ermöglichen.

Abstraktionen wie QuantumVariables erlauben es Entwicklerinnen und Entwicklern, mit typisierten Daten statt mit einzelnen Qubits und Quantengattern zu arbeiten. Dadurch wird die Einstiegshürde gegenüber hardwarespezifischen Ansätzen deutlich reduziert.

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