Wie lassen sich Baustellen, Verkehrszeichen und andere Veränderungen im Straßenraum aktuell erfassen und digitale Straßenkarten automatisch aktualisieren? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt DiKAS (Digitale Kontrolle von Arbeitsstellen an Straßen).
Grundlage ist die am Institut entwickelte Road-Glancr-App. Mithilfe eines handelsüblichen Smartphones erfasst sie während regulärer Busfahrten den Straßenraum und erkennt mittels Künstlicher Intelligenz automatisch Baustellen, Verkehrszeichen, Ampeln und weitere Verkehrseinrichtungen. Die Auswertung erfolgt direkt auf dem Gerät; Bilder oder Videos werden nicht gespeichert oder übertragen.
Die erkannten Objekte fließen in einen Digitalen Zwilling des Straßenraums ein, der Veränderungen automatisch erkennt und digitale Straßenkarten nahezu in Echtzeit aktualisieren kann.
Zu den Projektzielen gehören:
- automatisierte Erkennung von Baustellen und Verkehrseinrichtungen,
- kontinuierliche Aktualisierung digitaler Straßenrauminformationen,
- Abgleich erfasster Baustellen mit bestehenden Genehmigungen und Anordnungen,
- frühzeitige Erkennung nicht genehmigter oder abgelaufener Baustellen.
Busse eignen sich besonders für die Datenerfassung, da sie große Teile des Stadtgebiets regelmäßig befahren. So entsteht ohne zusätzlichen Aufwand eine aktuelle Datengrundlage für Verwaltung, Verkehrsunternehmen und Mobilitätsdienste.
Im Rahmen des zweijährigen Projekts wird die Technologie in Bussen der BVG in Berlin erprobt und für den dauerhaften Einsatz weiterentwickelt.