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Stefan Zeitz

Sicherheit im digitalen Wandel

News vom 11. Apr. 2014

Am 03. April veranstaltete Fraunhofer FOKUS im Namen des Innovationszentrums Öffentliche Sicherheit und des Innovationsclusters “Next Generation ID” einen Parlamentarischen Abend in der Bayerischen Landesvertretung, Berlin mit rund 130 Gästen aus Politik und Wirtschaft. Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema Sicherheit in der realen Welt und der digitalen Sphäre.

Als eines der führenden Forschungsinstitute für die Themen digitale Gesellschaft und Smart City veranstaltete Fraunhofer FOKUS am 03. April einen Parlamentarischen Abend zum Thema “Sicherheit im digitalen Wandel”. Initiiert vom Fraunhofer Innovationscluster “Next Generation ID” und dem Innovationszentrum Öffentliche Sicherheit folgten über hundert Gäste aus Politik und Wirtschaft der Einladung in die Bayerische Landesvertretung in Berlin, um sich zu Fragen der Sicherheit in der realen Welt und der digitalen Sphäre auszutauschen. Den Hauptteil der Veranstaltung bildete die spannende Diskussionsrunde, in der High-Level-Experten aus Wirtschaft und Politik dem Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Sigmund Gottlieb, Rede und Antwort stehen mussten.

Deutschland und die Welt wandeln sich zur „digitalen Gesellschaft“. Die nie dagewesene Vernetzung aller Lebensbereiche durch IT-Technologien wird in Zukunft das Leben und den Alltag nahezu aller Menschen grundlegend verändern. Eine der wichtigsten Herausforderungen für Forschung, Politik und Wirtschaft ist es daher, die Ausgestaltung des digitalen Wandels an den Menschen zu orientieren und dabei ihre Sicherheit und den sicheren Umgang mit IT zu gewährleisten.

Entsprechend rückte Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei GmbH, in seiner Keynote die “digitale Unversehrtheit als neues Bürgerrecht“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Erst durch den ausreichenden Aufbau und Schutz digitaler Identitäten könne zukünftig die Souveränität der Bürgerinnen und Bürger gewährleistet und letztlich damit auch Akzeptanz für die digitale Gesellschaft erreicht werden. Bei der Podiumsdiskussion mit Abgeordneten des Bundestags sowie Vertretern aus Wirtschaft und Forschung drehte es sich schließlich hauptsächlich um die Herausforderungen für die Sicherheit in der reale Welt. Vor allem die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die öffentliche Sicherheit haben wird, sorgte für Diskussionsstoff. Nicht nur Start-Ups und Technologieunternehmen werden in Zukunft noch stärker für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit zu Rate gezogen werden, auch klassische, etablierte Unternehmen - wie die öffentlichen Versicherer – werden wichtige Impulse und Konzepte beitragen.

Im Vorfeld der Podiumsdiskussion präsentierte Dr. Klaus Zehner, Vorstandsmitglied der SV SparkassenVersicherung, das Katastrophenwarnsystem KATWARN als Best-Practice-Lösung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Verwaltung, Forschung und Unternehmen. Bereits seit 2009 stellen die öffentlichen Versicherer KATWARN den Kommunen und ab sofort auch der Bundesregierung und ihren Ministerien zur Verfügung. Über KATWARN erhalten Bürgerinnen und Bürger in Gefahrensituationen digital auf ihr Mobiltelefon behördliche Informationen und Verhaltenshinweise.