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Tsunamiuebung Kos
Die griechische Insel Kos nach der Tsunamiübung: KATWARN überwindet die Letzte Meile TURM solution/C. Panié-Dujac

Tsunami-Frühwarnung: KATWARN kann Leben retten

News vom 09. Dez. 2020

Die aktuelle Auswertung einer Tsunami-Übung auf der Insel Kos durch die Europäische Kommission zeigt: KATWARN ist entscheidend für die schnelle Warnung der Betroffenen. Bei der Übung im vergangenen Jahr wurde KATWARN als einzige Warn-App neben weiteren Warnkanälen wie Sirenen, Anzeigetafeln und Lautsprechern eingesetzt.

Am 21. November 2019 testete die »Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission« (JRC) Technik und Abläufe aus dem EU-Projekte »Tsunami Last Mile« (Tsunami letzte Meile). Während der Übung wurde das von Fraunhofer FOKUS entwickelte Warnsystem KATWARN dazu genutzt, eine Tsunamiwarnung an die Übungsgruppen zu senden und ihnen Anweisungen zur Evakuierung zu geben. Die erst in diesem Jahr veröffentlichte Auswertung zeigt: Eine lückenlose Verbreitung der Warnmeldung war nur durch den Einsatz von KATWARN möglich. Ohne die KATWARN-App auf dem Handy eines Lehrers, zum Beispiel, hätte die Warnung eine teilnehmende Schulklasse nicht erreicht. Die Sirenen waren in ihrem Klassenraum nicht zu hören.

»Nach einem Seebeben bleiben oft nur wenige Minuten, um Menschen in Küstennähe vor einem Tsunami in Sicherheit zu bringen. Eine schnelle Alarmierung jedes Betroffenen und die gezielte Verbreitung wichtiger Evakuierungsanweisungen durch KATWARN kann im Ernstfall also Leben retten,« sagt Charles Panié-Dujac, Projektmanager von der TURMsolutions GmbH, die das KATWARN-System international zum Einsatz bringt.

Das Bevölkerungswarnsystem KATWARN wird seit zehn Jahren in deutschen Sicherheitsbehörden eingesetzt, um Menschen bei Gefahren über ihr Mobiltelefon zu warnen. Seit 2017 ist es auch international im Einsatz.


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