KI4KL: »Anwendungszentrum Künstliche Intelligenz für Kommunale Lösungen«

01. Apr. 2024 bis 31. Dez. 2025

Ausgangslage & Aufgabe

Künstliche Intelligenz (KI) kann in vielerlei Bereichen kommunale Arbeit erleichtern und kommt dort auch bereits zum Einsatz – von der Stadt-, Verkehrs- und ÖPNV-Planung über Verwaltungsdienstleistungen und Bürgerbeteiligung bis zu zentralen Versorgungsleistungen wie Wasserver- und –entsorgung sowie Umwelt- und Klimafragen. KI-Sicherheit, Datenschutz und nicht zuletzt das Vertrauen der Anwender:innen sind dafür zentrale Voraussetzungen.

Um die Entwicklung KI-basierter Lösungen für Kommunen und kommunale Unternehmen zu bündeln, voranzutreiben und diese auch umzusetzen, finanziert die Stadt Gelsenkirchen als Vorreiter ein dediziertes »Anwendungszentrum Künstliche Intelligenz für Kommunale Lösungen (AZ KI4KL)«. Als zentraler Knotenpunkt soll diese Einrichtung maßgeblich dazu beitragen, die KI-Nutzung zur Optimierung kommunaler Leistungen und zur Bewältigung von komplexen Herausforderungen wie dem Klimawandel, der demographischen Entwicklung und der Digitalisierung voranzubringen. Das AZ KI4KL wird damit nicht nur als Ort des Wissensaustauschs und der Forschung, sondern auch als Motor für Innovationen und Fortschritt im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung fungieren.

Ziel ist, die Potenziale der KI-Forschung und -Entwicklung gezielt zu nutzen, um innovative Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung und in kommunalen Unternehmen zu ermöglichen. Der Fokus des Projekts liegt auf der Daseinsvorsorge, insbesondere der nachhaltigen Positionierung KI-gestützter Smart-City-Anwendungen im ökonomischen und ökologischen Transformationsprozess. Dadurch wird angestrebt, Wachstumspotenziale zu stärken und eine zukunftsorientierte Entwicklung zu fördern. Das erworbene Wissen und die Forschungsergebnisse sollen gezielt in die Wirtschaft und Kommunen transferiert werden.


Lösungsansatz und technische Umsetzung 

Unter dem Dach des neu gegründeten Anwendungszentrums bündeln führende Institutionen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz sowie der kommunalen Verwaltung ihre Kompetenzen: Dazu zählen neben der Westfälischen Hochschule, die den Zuschlag für den Betrieb und die Umsetzung des AZ KI4Kl erhielt, das Fraunhofer FOKUS, das Fraunhofer IAIS, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DKFI) und die Prosoz Herten GmbH als Anbieter kommunaler Softwarelösungen. Zentrale Stärken des Projektteams liegen in der Entwicklung, dem Training und der Anwendung von KI-Algorithmen bzw. Modellen, der Analyse des Ressourcenbedarfs von KI-Lösungen sowie in deren Integration und Betriebseinführung in vorhandene Infrastrukturen.

Der Geschäftsbereich Digital Public Services von Fraunhofer FOKUS bringt in das AZ KI4KL seine wissenschaftliche und technologische Expertise ein. Das Gebiet der Künstlichen Intelligenz ist für den Geschäftsbereich ein strategisches Querschnittsthema, dessen Bedeutung für alle Anwendungsdomänen kontinuierlich steigt. Insbesondere in Bezug auf KI-Anwendungen in den Bereichen öffentliche Verwaltung sowie zentrale Datenräume und ML-Plattformen hat DPS seit Jahren erfolgreich anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung betrieben und Kompetenzen aufgebaut, unter anderen in den Projekten 

Als besonderen Arbeitsschwerpunkt wird FOKUS zusammen mit kompetenten KI4KL-Partnern die vielversprechende neue Technologie der generativen KI für kommunale Anwendungen erproben und nutzbar machen.