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Max Lautenschläger / Fraunhofer FOKUS

eGovernment-Newsletter 12/2015

Liebe Leserinnen und Leser,

ein spannendes Jahr mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten rund um Themen wie E-Akte, IT-Konsolidierung, Open Government, elektronische Identitäten u.v.m. liegt fast hinter uns. Auch diese letzte Ausgabe des Newsletters vor dem Jahreswechsel enthält mit dem Start des Europäischen Datenportals und der Studie zum Stand des eGovernment in Deutschland im Auftrag des Nationalen Normenkontrollrates noch einmal zwei Highlights, auf die wir Sie gern hinweisen möchten.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine schöne Vorweihnachtszeit und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen im Jahr 2016

Dr. Matthias Flügge & Jens Fromm
Leitung Kompetenzzentrum Digital Public Services

Open-Data-Portal für Europa - Beta-Version online

Seit Mitte November hat Europa ein eigenes Datenportal, das die Inhalte der Portale aus den EU-Mitgliedsstaaten über einen zentralen Zugang zugänglich und weiterverwendbar macht. Die aktuelle Beta-Version umfasst bereits über 250.000 Datensätze aus 34 europäischen Ländern. Wesentliche technische Komponenten, zum Beispiel die Harvesting-Mechanismen, kommen von Fraunhofer FOKUS. Die Testphase soll im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Bis dahin soll z. B. die bereits auf Englisch, Deutsch und Französisch funktionierende Suche um weitere Sprachen erweitert werden.

LinDA: EU-Projekt ermöglicht Linked Data für KMU

Fast jedes Unternehmen besitzt Informationen über seine Kunden und Lieferanten sowie allgemeine Brancheninformationen. Vernetzt man diese untereinander und mit frei im Netz verfügbaren offenen Daten, so lassen sich interessante neue Erkenntnisse gewinnen. Voraussetzung: die Daten liegen in maschinen-interpretierbarer Form vor. Werkzeuge, um Unternehmensdaten schnell und einfach in solche Linked Data umwandeln und nutzen zu können, wurden unter Beteiligung von FOKUS im nun abgeschlossenen europäischen Forschungsprojekt LinDA entwickelt.

E-Akte: Mehr Akzeptanz durch bedarfsgerechte Lösungsauswahl

Eines der Hauptkriterien für eine erfolgreiche Einführung der E-Akte ist eine passgerechte Lösung, die Akzeptanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern findet. Doch welche Parameter sind hier entscheidend? Fraunhofer FOKUS hat hierzu eine Anforderungssystematik entwickelt, die essentielle Akzeptanzfaktoren aus fachlicher, rechtlicher und organisatorischer Perspektive in Relation zu den technischen Anforderungen setzt. So können Verantwortlichen leichter, Leistungsmerkmale für bedarfsgerechte E-Akte Lösungen definieren. Interessierten bietet FOKUS eine Einführung in die Systematik und Best-Practice Präsentationen mit Live-Demos im Rahmen eines halbtägigen Workshops an. Dabei werden ausgewählte Systeme aus dem FOKUS Schaufenster E-Akte an Hand von Anwendungsszenarien demonstriert. Für mehr Informationen sprechen Sie uns bitte direkt an.

FOKUS unterstützt Berliner Jugendämter

Fraunhofer FOKUS übernimmt die Qualitätssicherung bei der Einführung einer neuen IT-Lösung für die Jugendhilfe aller bezirklichen Jugendämter in Berlin. FOKUS begleitete bereits die Beschaffungsphase und übernahm die Anpassung der Software auf den Bedarf der Jugendämter. Insbesondere wurden durch Schnittstellen bereits im Projekt Integrierte Software Berliner Jugendhilfe (ISBJ) geschaffene Komponenten zum Abgleich mit verschiedenen Daten eingebunden. Aktuell wird mit dem Roll-out der Software begonnen und es werden weitere Funktionen eingebunden.

EU-Projekt entwirft Plattform für Notfallkommunikation

Aktuelle Notfallsysteme und Notruf-Dienste sind technisch überholt und können so nicht an die Anforderungen von Rettungsdiensten der nächsten Generation angepasst werden. Im EU-Projekt EMYNOS (nExt generation eMergencY commuNicatiOnS) wird deswegen eine Notfall-Plattform entworfen und umgesetzt, die Sprache, Text und Video kombiniert, um multimediale Notrufe durchführen zu können. Unter der Leitung von FOKUS entsteht so ein leistungsfähiges Werkzeug für die Koordination der Kommunikation zwischen Bürgern, Call-Center und Ersthelfern.

Initiative „Industrial Data Space“ gestartet

Bei der Digitalisierung der Industrie (Stichwort: Industrie 4.0) entsteht der Bedarf, große Datenmengen mit anderen Akteuren in der Wertschöpfungskette auszutauschen. Um dabei die Hoheit der Daten bei den Unternehmen zu belassen und deren Firmengeheimnisse bzw. Datenschätze zu schützen, haben sich zwölf Fraunhofer-Institute zusammengeschlossen. Sie entwickeln eine Plattform zum Austausch dieser Daten: den sogenannten Industrial Data Space. Dieser bringt umfangreiche Mechanismen mit sich, um Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Dienste zu schützen. Fraunhofer FOKUS arbeitet maßgeblich in den Bereichen Architektur, Entwicklung und Zertifizierung mit.

Demonstrator zeigt ID-Management im Rathaus der Zukunft

Ein neuer Demonstrator zeigt, wie ID-Management und die Einbindung von ID-Token einfacher zu handhaben ist. Hierzu wurde der von Fraunhofer FOKUS und der Bundesdruckerei entwickelte ID-Mediator Trusted Service Platform (TSP) in ein Bürger-Service-Portal eingebunden, das am Beispiel der „Geburt eines Kindes“ eine einfache und sichere Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung umsetzt. Der Demonstrator wurde im Rahmen des IT-Gipfels am 18. November erstmal der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Welche Verwaltungsprozesse eignen sich für mobile Anwendungen?

Die öffentliche Verwaltung ist von einem flächendeckenden Einsatz mobiler Geräte noch weit entfernt. Denn vielfach sind die Nutzenpotenziale unklar, die zur Rechtfertigung von Investitionen benötigt werden. Dem will das ISPRAT-Forschungsprojekt „Mobilisierungspotenziale von Verwaltungsprozessen“ entgegenwirken und entwickelt eine Methode zur Identifizierung und Bewertung von Mobilisierungspotentialen von Verwaltungsprozessen. Ein Merkmals- und Kriterienkatalog zur Bewertung von Prozessen mit Leitfaden, Handbuch und Methodik erscheint Anfang des kommenden Jahres.

Whitepaper: „E-Government in Deutschland“

E-Government kommt bei den Bürgerinnen und Bürgern in der Fläche nicht an. Der Zugang zu den vorhandenen Online-Angeboten ist dabei das geringste Problem: Das Angebot selbst ist dünn, liefert kaum Mehrwert für die Nutzer, bietet keine Vertrauen stiftenden Informationen über den Verfahrensablauf und nutzt fast keine übergreifenden Komponenten. Zu diesem Ergebnis kommt das Kompetenzzentrum ÖFIT in einer Studie im Auftrag des Nationalen Normenkontrollrats (NKR), welche die deutsche E-Government-Landschaft unter die Lupe genommen hat.

Whitepaper: „IT-Projekte: Kleiner, Feiner, Überschaubarer“

Immer noch scheitern viele IT-Projekte oder sind problematisch. Entweder wird kein brauchbares Ergebnis erzielt oder Funktionen werden nicht zufriedenstellend realisiert. Außerdem werden häufig das Budget und der Zeitrahmen erheblich überzogen. Das Whitepaper „IT-Projekte“ stellt dar, welche wesentlichen Probleme Projekte haben und welche modernen Lösungsansätze es gibt. Handlungsempfehlungen sollen zudem allen Beteiligten in der öffentlichen Verwaltung Anregungen geben, wie eine neue Projektkultur gefördert werden könnte.

Whitepaper: „Vernetzung als Infrastruktur - Ein Internet-Modell“

Das Internet ist eine wichtige Infrastruktur der digitalen Gesellschaft, aber nach welchen technischen Prinzipien funktioniert es? Im Whitepaper „Vernetzung als Infrastruktur - Ein Internet-Modell“ werden das Schichtenmodell für Kommunikationsprotokolle und die Netzzonen des Internets kurz dargestellt. Daraus ergibt sich ein strukturiertes Internet-Modell zur lösungsorientierten Diskussion netzpolitischer Fragen und Verortung von Handlungsfeldern - für ein offenes, leistungsfähiges und sicheres Internet.

Trendthema: Mikroengagement

Die Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement ist ungebrochen. Digitalisierung verändert allerdings auch hier Gewohnheiten – und schafft neue Möglichkeiten. Kurzzeitig, kleinteilig und flexibel zu helfen, wird zu einem wachsenden Bedürfnis, dem bei Allgegenwart von vernetzten Endgeräten immer leichter entsprochen werden kann. Aber überbrücken die IT-getriebenen Möglichkeiten auch den Graben zwischen kurzzeitig und flexiblen Einsatz sowie langfristigen und kontinuierlichen Bedarf? Beispiele machen Hoffnung und zeigen zugleich Grenzen und Risiken auf.

„Welche E-Akte-Lösung passt zu mir?“

Gemeinsam mit Partnern des „Schaufensters E-Akte“ zeigt Fraunhofer FOKUS in einer Workshop-Reihe sechs unterschiedliche Lösungen in Anwendungsszenarien. An drei Vormittagen (10.12.; 26.01.; 09.02.) stehen neben Live-Präsentationen von E-Akte-Lösungen jeweils eine wissenschaftliche Einführung sowie die Möglichkeit zur Diskussion mit den Herstellern auf dem Programm. Die Workshops sind für Vertreter der öffentlichen Verwaltung und der öffentlichen IT-Dienstleister kostenfrei.

Workshop „Predictive Analytics – Die zukunftsorientierte Nutzung von Big Data“

Heute schon wissen, was morgen passiert: Mit IT-gestützten Verfahren, die ihre prognostischen Ergebnisse aus Schlussfolgerungen analysierter Daten beziehen, ist genau das möglich. Beim Workshop „Predictive Analytics“ am 25. Februar 2016 möchten FOKUS, die Cyber Akademie und der Behörden Spiegel einen Dialog über mögliche Einsatzfelder von Big Data und Data Analytics anstoßen. Interessenten wird ein breites Spektrum an Erfahrungsberichten aus unterschiedlichsten Themenfeldern wie Industrie, Marketing, Versicherungswirtschaft u.v.m. geboten.

Veranstaltungen im Überblick

E-Akte-Workshop: Best Practices aus Dänemark und Österreich
10. Dezember 2015, Berlin (Link)

E-Akte-Workshop: E-Akte und Fachverfahren
26. Januar 2016, Berlin (Link)

OMNISECURE
19.-21. Januar 2016, Berlin (Link)

E-Akte-Workshop: SharePoint inside
09. Februar 2016, Berlin  (Link)

Konferenz „Predictive Analytics“
25. Februar 2016, Berlin

CeBIT 2016
14.-18. März 2016, Hannover (Link)

dbb-Kongress neue Verwaltung
28./29. April 2016, Bonn (Link)

Effizienter Staat
10./11. Mai 2016, Berlin (Link)

Fabasoft wird Partner im eGovernment-Labor

Mit Fabasoft ist ein weiterer Hersteller von E-Akte-Lösungen im FOKUS eGovernment-Labor vertreten. Anhand eines Anwendungsszenarios können Lösungen für E-Zusammenarbeit, E-Vorgangsbearbeitung und die E-Akte, welche auf der Fabasaoft eGov-Suite basieren, demonstriert und getestet werden. Wie Lösungen von Fabasoft bereits erfolgreich in Verwaltungen eingesetzt werden, präsentiert der Hersteller außerdem beim Workshop „Welche E-Akte-Lösung passt zu mir?“ am 10. Dezember bei Fraunhofer FOKUS.

e-Government im Bürgerservice: KGSt-Prozessnetzwerk gibt Empfehlungen für das Ausweis- und Meldewesen

Die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen zur Reduzierung des Kundenaufkommens und des Bearbeitungsaufwands in den Bürgerbüros - ohne Qualitätsverlust der Leistungen - sollten Kommunen unbedingt nutzen. Die KGSt hat zwei Berichte herausgegeben, um die Prozesse bei der Ausstellung von Ausweisdokumenten zu optimieren und um die Auswirkungen des neuen Bundesmeldegesetztes auf Meldeprozesse darzustellen. Z.B. wird der Einsatz eines Selbstbedienungsterminals und die Nutzung des Vorausgefüllten Meldescheins empfohlen.

Dänemark europaweit führend bei digitaler Leistungsfähigkeit

Der Digital Economy and Society Index (DESI) der EU-Kommission bewertet und vergleicht die digitale Leistungsfähigkeit der EU-Mitgliedsländer. Im aktuellen Ranking ist Dänemark sowohl in der Gesamtwertung führend, als auch im Bereich der Digital Public Services. Unterstützt wird die Digitalisierung der Verwaltungsarbeit auch von cBrain, einem der führenden dänischen eGovernment-Anbieter. Bereits zehn zentrale dänische Ministerien setzen die Lösung cBrain F2 ein. Ein Anwendungsszenario für den deutschen Kontext wird am 10. Dezember im FOKUS Schaufenster E-Akte gezeigt.

T-Systems – Vorgangsbearbeitung und Zusammenarbeit mit der E-Akte Public

Im Schaufenster E-Akte im FOKUS eGovernment-Labor kann das E-Akte-Szenario von T-Systems nun auch per Cloud-Zugriff vorgestellt werden. Das Live-Szenario zeigt anhand der Bearbeitung eines Förderantrags eines Bürgers an seine Kommunalverwaltung, wie mit der E-Akte-Lösung von T-Systems durchgängige digitale Prozesse, eine rechtssichere Archivierung und optimale Zusammenarbeit gemäß des E-Government-Gesetzes geschaffen werden können. Die Lösung wird am 9. Februar im Schaufenster E-Akte demonstriert.

Der :::(bit)kasten für die ärztliche Verrechnungsstelle

Der :::(bit)kasten steht nun auch Versicherungen und Krankenkassen für den elektronischen Versand der Beitragsrechnungen an ihre Versicherten zur Verfügung. Dafür wurden Zusatzleistungen, wie eine Bezahlfunktion, eine Ratenzahlungsvereinbarung oder die Möglichkeit, die Rechnung direkt an die private Krankenversicherung weiterzuleiten, mit eingebunden. Der :::(bit)kasten gewährleistet durch eine Zweifaktorenauthentifizierung mit dem neuen Personalausweis (nPA) eine rechtssichere und eindeutige Zustellung und ist Bestandteil eines Anwendungsszenarios im eGovernment-Labor.

Security-Check für Apps

Für viele Unternehmen sind die zahllosen Apps auf den Smartphones ihrer Mitarbeiter ein Sicherheitsrisiko. Der »Appicaptor« vom Fraunhofer SIT liefert jetzt umfassende Sicherheitsbewertungen für Android und iOS-Apps und stellt die Ergebnisse komfortabel im EMM-System von MobileIron bereit. Somit kann die mobile IT jederzeit Detailinformationen zu den Sicherheitseigenschaften der geschäftlich genutzten Apps abrufen, und kritische Apps deinstallieren oder unter Quarantäne stellen.