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Clemens Guedel

FOKUS mit Innovationscluster »Next Generation ID« auf dem World Economic Forum

News vom 23. Jan. 2014

Das Fraunhofer Innovationscluster »Next Generation ID (NGID)« stellte am 22. Januar 2014 auf dem World Economic Forum in Davos seine Strategien für Identitätstechnologien der Zukunft vor.

Auf dem Panel mit dem Thema „Addressing Identity of People and Things, Privacy, Security and Trust in the Cloud“ diskutierten führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Forschung über die jüngsten Herausforderungen von Datenschutz- und Cybersecurity sowie Strategien für ein sicheres Identity Management.

Trotz früher Stunde hatte das Schweizer eSecurity Unternehmen Wisekey mit Unterstützung der International Organization for the Security of Electronic Transactions und Fraunhofer FOKUS ein prominent besetztes Panel für den Auftakt des World Economic Forum gewinnen können: neben EU-Kommissarin Neelie Kroes, Prof. Dr. Thomas Andersson, Vorsitzender des EU-Konsortiums Global Identity Networking of Individuals – Support Action (GINI-SA), diskutierte die Sprecherin des Innovationsclusters Next Generation ID, Marina Grigorian, mit Brasiliens Sekretär für Handel und Dienstleistungen, Humberto Luiz Ribeiro und Carlos Moreira, CEO von WISeKey, der 15 Jahre die UN auf dem Gebiet IT und eSecurity beraten hat.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: traditionelle Regulationen halten den Herausforderungen der digitalen Welt heute nicht mehr stand. Stattdessen sollen kreative Prozesse und die Integration der Nutzer zu mehr Sicherheit führen. Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der jüngsten UN-Resolution zum" Recht auf Privatheit im digitalen Zeitalter".

Diesen Ansatz verfolgt auch das Fraunhofer Innovationscluster „Next Generation ID“ und geht dabei sogar noch einen Schritt weiter: gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung entwickelt das Cluster sichere Identitäten als Basis kritischer Infrastrukturen. Mit NGID soll ein starkes Netzwerk ausgebaut und ein Lösungsportfolio für eine „Secure Identity Roadmap 2020“ geschaffen werden.

“Derzeit mangelt es jedoch noch an ausreichend Investitionskapital und Unterstützung für das kreative Potenzial. Gerade darin besteht jedoch die Gefahr eines Ausverkaufs potentiell bahnbrechender Ideen an bestehende Marktführer“, gab Marina Grigorian auf dem WOF zu Bedenken. NGID möchte zunächst vor allem die idealen Rahmenbedingungen am Standort Berlin für Innovationen ausschöpfen und von dort aus internationale Reichweite aufbauen.

Nicht alles den Marktkräften zu überlassen, sondern auch Verwaltung und Nutzer als Regulatoren einzubeziehen, befürworteten alle Panelisten. Dafür müsse ein Innovationszyklus etabliert werden, der in Form von „Living Labs“ das kreative Potential aller bestmöglich ausschöpft.

Ein gemeinsames „Davos Statement“ wird demnächst veröffentlicht.