EU-Projekt »Electronic Simple European Networked Services« (e-SENS) gestartet

News vom 18. Apr. 2013

Interoperabilität zwischen öffentlichen Diensten wird nicht nur auf nationaler, sondern insbesondere auf europäischer Ebene immer entscheidender. Die öffentliche Verwaltung in Europa steht dabei vor zahlreichen Herausforderungen organisatorischer, rechtlicher, technischer und semantischer Art. Um diese zu meistern, wurde das Pilotprojekt e-SENS im April 2013 mit breiter Beteiligung europäischer Staaten ins Leben gerufen. Fraunhofer FOKUS ist Teil des deutschen Konsortiums.

Zuvor initiierte Großprojekte wie e-CODEX, SPOCS und STORK haben bereits aufgezeigt, dass die Bereitstellung von grenzüberschreitenden elektronischen Diensten durch den Einsatz interoperabler IKT-Lösungen einfacher und effizienter wird. Ziel des neuen, von der EU im Rahmen des ICT Policy Support-Programms geförderten Projektes „Electronic Simple European Networked Services” (e-SENS) ist es, diese Ergebnisse langfristig nutzbar zu machen und auf neue Anwendungsbereiche zu übertragen. e-SENS soll:

  • eine gemeinsame Infrastruktur für interoperable öffentliche Dienste entwickeln,
  • eine höhere Interoperabilität zwischen den öffentlichen Verwaltungen in ganz Europa ermöglichen,
  • den Grundstein für die „Plattform von Basisdiensten“ für die grenzüberschreitende digitale Infrastruktur im Rahmen von e-Government legen und
  • die Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes unterstützen.

Fraunhofer FOKUS forscht im Rahmen des Projekts vor allem in den Bereichen elektronische Identitäten, Semantics und e-Delivery. Das Konsortium besteht aus 22 Partnern, die 20 europäische Staaten repräsentieren, einschließlich Norwegen und der Türkei.