Neue Ideen für die eID

News vom 05. Juni 2012

Seit 2010 ist mit dem neuen Personalausweis der Grundstein für eine sichere Identität in der virtuellen Welt gelegt. Die Möglichkeiten in Bereichen eCommerce, eGovernment und anderen Online-Services, sind vielfältig – aber noch lange nicht ausgeschöpft. Die Bundesdruckerei hat deswegen gemeinsam mit FOKUS, Ageto und Procilon den eIDEE – Wettbewerb „digitaler Handschlag“ ins Leben gerufen, der mit einer Podiumsdiskussion zu „Vertrauenswürdigen Identitäten und Prozessen im Netz“ gestartet ist. Moderiert wurde die Diskussion von Jens Fromm, der das Kompetenzzentrum „Sichere Identität“ am FOKUS leitet.

Jens Fromm betonte zu Beginn der Podiumsdiskussion das Potential zur Nutzung sicherer elektronischer Identitäten bei Online-Geschäften. Damit es aber nicht bei theoretischen Möglichkeiten bleibt, sondern diese auch in technische Entwicklungen umgesetzt werden ohne kreative Ressourcen zu verschwenden, sind nun IT-Profis, Unternehmer und Entwickler aufgerufen, ihre Ideen und Vorschläge aktiv einzubringen.

Noch bis zum 15. August 2012 hat jeder die Möglichkeit auf www.digitaler-handschlag.de, seine Idee für die Nutzung der Online-Funktion des Personalausweises in Sätzen vorzustellen und den Nutzen zu beschreiben. Innovationsdenken und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – allein die Idee zählt für die unabhängige Jury zu der auch XING, Ct` und die Stadt Münster gehören.

80 Millionen potentielle Kunden gibt es durch den neuen Personalausweis in Deutschland. Die Möglichkeit, sich medienbruchfrei im Netz auszuweisen ist also da. Was bisher fehlt, ist die Umsetzung kreativer Anwendungsideen. Besonderes Potential sehen Entwickler und eIDEE-Jurymitglieder dabei in der Online-Funktion des neuen Personalausweises für eGovernment und eCommerce: durch die Möglichkeit der sicheren elektronischen Identität könnten Behördengänge ebenso unnötig werden wie die Notwendigkeit, sich per Passwort bei Online-Services anmelden und über PINs und TANs zahlen zu müssen. Mit dem neuen Personalausweis werden theoretisch alle Identifizierungs- und Bezahlschritte ohne Medienbrüche aus nur einer Hand möglich.

Jüngst hat die EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes den Vorschlag unterbreitet, elektronische Identitätsnachweise auch europaweit nutzen zu können. Künftig sollen eIDs also nicht nur Medien-, sondern auch die EU-Landesgrenzen überschreiten können FOKUS erforscht, entwickelt und demonstriert in seinem Kompetenzzentrum „Sichere Identität“ sicheres Identitätsmanagement für Wirtschaft und Verwaltung analysiert auch gerade grenzüberschreitende Nutzung von eIDs.