Webinos Projektabschluss
Fraunhofer FOKUS

Erfolgreicher Projektabschluss bei webinos: Open-Source-Plattform wird weiter ausgebaut

News vom 17. Febr. 2014

Die EU-Kommission hat Ende vergangener Woche in Berlin die dreijährige Forschungsarbeit des internationalen Förderprojekts webinos bewertet. Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) entwickeln bei webinos mehr als 30 internationale Partner aus Wissenschaft und Industrie Web-Anwendungen, die einen nahtlosen, sicheren und plattformübergreifenden Datenaustausch erlauben.

Die Projektpartner waren zufrieden: von den Gutachtern der Europäischen Kommission erhielten sie vergangene Woche positives Feedback ihre dreijährige Entwicklungsarbeit. Die webinos-Technologie soll zukünftig verstärkt in die Produkte von Industrie und Forschung integriert werden und über offene Standards Geräte herstellerunabhängig vernetzen. Dafür wurde bereits im November 2013 die webinos Foundation mit dem Ziel gegründet, webinos als Anwendungsplattform weiter zu fördern und voranzutreiben. Die endgültigen Evaluationsergebnisse des von webinos werden in  den kommenden Wochen vorgelegt.

Durch die allgegenwärtige und mobile Nutzung des Internets wächst auch der Bedarf, Web-Anwendungen nicht nur auf dem Smartphone, sondern plattformübergreifend und herstellerunabhängig für alle internetfähigen Geräte nutzbar zu machen – egal, ob auf dem Handy, PC,  Fernseher oder »onboard units« im Auto. Um eine universelle Plattform für solche Allround-Applikationen zu entwickeln, haben sich im September 2010 namenhafte Partner aus Forschung und Industrie im EU-Projekt »Secure Web Operating System Application Delivery System« (Webinos) zusammengeschlossen.


Am 13. und 14. Februar stellten die Projektpartner im Fraunhofer-Institut FOKUS nun ihre Abschlussergebnisse vor, die von den EU-Sachverständigen durchgehend positiv bewertet wurden. Bestärkt vom Urteil der Gutachter, wollen Industrie und Forschung die webinos-Technologien in Zukunft fest in ihre eigenen Produkte integrieren. Dazu Projektleiter Dr. Stephan Steglich von Fraunhofer-FOKUS: »webinos hat einen Meilenstein gesetzt. Unser Ziel ist es, eine Open-Source-Plattform für Anwendungen zu schaffen, die auf unterschiedlichen Geräten laufen und die Entwicklung interoperabler Lösungen voran zu bringen. Dass dies gelungen ist, zeigt das positive Feedback auf der Veranstaltung in Berlin.«

Die webinos-Technologie, die auch als »Browser der nächsten Generation« bezeichnet wird, verbindet verschiedene Geräte über eine sichere, persönliche Cloud und fügt leistungsfähige Programmierschnittstellen hinzu. Dadurch wird eine nahtlose Übertragung von Daten auf alle Geräte möglich. Webinos kommt dem Bedürfnis innerhalb der IT-Industrie entgegen, die auf eine möglichst einfache Integration von Internet-Angeboten in ihre Produkte abzielt. Der Open-Source-Ansatz vereinfacht zudem die Zusammenarbeit mehrerer Akteure und verhindert die Fragmentierung des Marktes. Gleichzeitig werden aber auch Produkte mit vielen Schnittstellen leichter kommerziell nutzbar.

Das Fraunhofer FOKUS Kompetenzzentrum FAME setzt deshalb auch in Zukunft auf webinos. Durch Integration in die Entwicklungsplattform FAMIUM wird es möglich, multimediale Inhalte gleichzeitig auf mehreren internetfähigen Geräten abzuspielen nahtlos zu nutzen.

Über webinos
Ziel des Projekts webinos (Secure Web Operating System Application Environment) ist es, eine Plattform für Webanwendungen bereitzustellen, die für mobile Geräte, PCs, Home Media (TV) und In-Car-Einheiten geeignet ist. Sämtliche Software ist unter einer Apache 2.0-Lizenz verfügbar.

Mehr als 30 Partner sind in dem Konsortium repräsentiert, darunter Deutsche Telekom AG, W3C, Telecom Italia SpA, BMW Forschung und Technik GmbH, Sony Ericsson Mobile Communication AB, Samsung Electronics UK Ltd, Telefónica Investigación y Desarrollo SA, DOCOMO Kommunikation Laboratories Europe GmbH, Fraunhofer vertreten, University of Oxford, TNO, National Technical University of Athens, Instituto Superiore Mario Boella, Politecnico di Torino, Universita di Catania, Technische Universität München, iMinds , AmbieSense Ltd, Antenna Software, Vision Ltd, futuretext, Impleo Professional Services Limited, Gegenwart Technologies, Telecom Paris Tech, Nitobi Software, Silber-Probe Consulting Ltd., DataDriven, agoramedia, CloudFriends, nquiringminds Ltd, KT.