Hambuger Schüler lösen Verkehrsaufgaben
Fraunhofer FOKUS

Hamburger Schüler lösen Verkehrsforschungsfragen in Kooperation mit Fraunhofer FOKUS

News vom 28. Juni 2013

Gemeinsam mit Forschern unseres Kompetenzzentrums „Automotive Services and Communication Technologies – ASCT“ haben Schülerinnen und Schüler von zwei Hamburger Gymnasien Fragestellungen aus dem Bereich Verkehrsmanagement entwickelt und bearbeitet.

Schülerinnen und Schüler des Profils „Experimentieren, Simulieren, Interpretieren“ am sog. Eimsbüttler Modell, der gemeinsamen Oberstufe des Helene-Lange-Gymnasiums und des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer, haben sich unter der Leitung ihres Physiklehrers Sebastian Zander an Fraunhofer FOKUS gewendet, um von der Expertise im Bereich Automotive Services zu profitieren. Für den Zeitraum eines Halbjahres arbeiten die Schüler im Alter von 16 bis 17 Jahren während des Physik- und Informatikunterrichts gemeinsam an verkehrstechnischen Fragestellungen. Im Unterricht erstellte Zwischenergebnisse aus Hamburg wurden wiederholt an die VSimRTI-Arbeitsgruppe der Fraunhofer-Forscher in Berlin geschickt. Für den weiteren Arbeitsverlauf konnten die Schüler von der professionellen Rückmeldung profitieren.

VSimRTI (V2X Simulation Runtime Infrastructure) ermöglicht sog. Smart Mobility Simulation und dient der Bewertung und dem Erarbeiten von Lösungen für kooperative und intelligente Verkehrssysteme. Fahrzeugbewegungen und anspruchsvolle Kommunikationstechnologien, wie Vehicle-2-X-Kommunikation und Mobilfunknetze, können im Detail modelliert werden. VSimRTI ist eines der flexibelsten Systeme in der Automobil-Forschung, um Smart-Mobility-Anwendungen dynamisch zu simulieren und ihre Funktionsweise und daraus resultierende Vorteile zu bewerten.

In ihrer Projektabschlussphase stellten die Schülerinnen und Schüler von 10.-13.6.2013 in Berlin den Forschern ihre Arbeitsergebnisse vor. So ergibt sich beispielsweise aus der Arbeit einer Gruppe eine mögliche Handlungsempfehlung an ihre Hamburger Schulleitung, um Stand- und Wartezeiten für die Eltern im morgendlichen Verkehr vor dem Schulgebäude zu verkürzen. Weitere Gruppen untersuchten alternative Kreuzungen, erarbeiteten Baustellenkonzepte oder loteten Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs aus.

Die Schüler haben sich vorrangig umweltspezifische Aufgaben aus der Praxis und ihrem Alltag vorgenommen, um diese mit den Forschern von Fraunhofer FOKUS zu lösen, und konnten nachhaltige und erfolgsversprechende Projektergebnisse präsentieren. Im Hinblick auf die Nachwuchsförderung für MINT-Fächer ist diese Kooperation sehr begrüßenswert.