Die Modell- und Softwarefabrik BIZWARE auf der embedded world 2012

Meldung vom Di., 14. Februar 2012

Fraunhofer FIRST zeigt auf der embedded world wie sich mit Hilfe von Modellen Software teilweise automatisch generieren lässt.
Fraunhofer FIRST zeigt auf der embedded world wie sich mit Hilfe von Modellen Software teilweise automatisch generieren lässt. In Halle 5, Stand 228, erfahren Sie mehr über die „Modell- und Softwarefabrik” BIZWARE, mit der Nutzer ihre Software in Zukunft schneller erstellen und dabei Fehler vermeiden können.

Softwareentwicklung ist normalerweise ein umfangreicher und fehleranfälliger Prozess. Programmierer schreiben, je nach Einsatzgebiet, mehrere Millionen Zeilen Code. Damit am Ende der Entwicklung die Software einwandfrei funktioniert, muss viel Zeit für die Qualitätssicherung eingeplant werden. Im Projekt BIZWARE gehen die Fraunhofer-Forscher und ihre Partner einen anderen Weg: Sie wollen den Nutzern ein Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie selbst Modelle für ihre jeweiligen Anwendungsfälle erstellen können. Aus diesen Modellen können dann automatisch Teile der benötigten Software sowie Testfälle zu ihrer Überprüfung generiert werden. Dieser modellbasierte Softwareentwicklungsprozess ist zeitsparend, reduziert Fehler oder deckt diese auf und sorgt letztlich für eine bessere Softwarequalität.

Die „Modell- und Softwarefabrik” basiert auf sogenannten domänenspezifischen Sprachen (DSLs). Diese Sprachen werden für ein spezielles Anwendungsgebiet (Domäne, Branche) entworfen und sind an der jeweiligen Anwendung orientiert. Dadurch sind sie leichter erlernbar als gewöhnliche Programmier- und Modellierungssprachen. Sie dienen der Generierung von Softwarewerkzeugen, mit denen vorhandene oder vom Nutzer entworfene Softwarebausteine zu einem komplexen Softwaresystem für den jeweiligen Anwendungsfall verbunden werden können. Durch die modellbasierte Entwicklung ist die so erzeugte Software leichter erweiterbar und für spezifische Einsatzzwecke anpassbar.

Ziel ist es, Anwendern, z. B. aus der Gesundheitsbranche, Fertigung oder dem Facility Management, jeweilige Domänensprachen und -werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sie selbst Modelle erstellen können, um spezifische Softwarelösungen für ihre Probleme zu finden. Schließlich kennen sie sich am besten mit den Anforderungen und Besonderheiten ihrer Branche aus.

Der modellbasierte Softwareentwicklungsprozess mit aktiver Beteiligung der Anwender und die automatische Testfallgenerierung sparen Zeit und Geld bei der Entwicklung und Qualitätssicherung.

Im BIZWARE-Projekt arbeiten acht Industriepartner, die Technische Universität Berlin und Fraunhofer FIRST zusammen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Sie sind herzlich eingeladen, uns auf dem Fraunhofer-Stand in Halle 5, Stand 228 zu besuchen. Gerne vereinbaren wir auch vorab einen Termin für ein persönliches Gespräch.