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flickr/ Tonelli

OCEAN bündelt Forschungsergebnisse aus Open Source Cloud-Projekten 

News vom 26. Febr. 2015

Informationen aus über 70 internationalen F&E-Projekten zu Open Source-lizensierter Cloud Computing Software sind jetzt auf einer Plattform frei zugänglich. Hervorgegangen aus dem jüngst abgeschlossenen Projekt OCEAN bringt das »Open Cloud Directory« mehr Transparenz über verfügbare Komponenten und unterstützte Standards in der Cloud-Landschaft.

Die EU hat es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Forschung im Bereich Cloud Computing zu fördern, im Speziellen auch, wenn diese einen Open-Source-Ansatz verfolgen. Um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Cloudprojekten aus dem Open-Source-Bereich zu fördern und Synergien zu nutzen, nahm 2012 das EU-geförderte Projekt »OCEAN - Open Cloud for Europe, JApan and beyoNd« seine Arbeit auf. Das Projekt OCEAN fungiert als Schnittstelle für kollaborative Forschungsprojekte im Bereich Cloud Computing und zielte darauf, ein tragfähiges Open-Source-Cloud-Eco-System zu etablieren.


In speziellen Veranstaltungen, den sogenannten »Plugfests«, wurden Projektteams eine geeignete Umgebung geboten, um an der Integration und Interoperabilität ihrer Software zu arbeiten. Die Interoperabilität als eine zentrale Herausforderung für die Entwicklung eines nachhaltigen Cloud Ecosystems in Europa, wurde von der Europäischen Kommission auch in ihrer Digitalen Agenda hervorgehoben.


Darüber hinaus wurde mit dem Open Cloud Directory ein Portal erstellt, das die verschiedenen Projekte und ihre Schwerpunkte erfasst und mögliche Überschneidungen aufzeigt. Dies erfolgt anhand einer relativen Positionierung oder funktionalen Zuordnung dieser Projekte im Zusammenhang mit wichtigen Standards und Referenzmodellen führender Standardisierungsorganisationen in einem sogenannten Open Cloud Interoperability Framework, aus dem auch eine Roadmap für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte abgeleitet wurde.

Das Projekt wurde von Fraunhofer FOKUS geleitet. Weitere Partner im Projekt waren Engineering Ingegneria Informatica SpA, Information-Technology Promotion Agency (IPA) sowie das OW2-Konsortium.

Nach Abschluss des Projekts entwickelt FOKUS gemeinsam mit Partnern im Nachfolgeprojekt AppHub nun einen europäischen Open Source Marktplatz. Das Projekt baut auf dem in OCEAN entwickelten Open Cloud Directory auf. Im AppHub-Projekt werden auch nicht Cloud-orientierte Projekte stärker in das Blickfeld rücken. Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines allgemeinen Ansatzes zur Governance von Open-Source Projekten ab, der die Überführung in marktreife Produkte beinhaltet.