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CoSIMS

Community based Services on IMS


Virtuelle Gemeinschaften von Nutzern unterschiedlicher Telekommunikationsnetze – sogenannte „Communities“ – haben in der jüngsten Vergangenheit verstärkt die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Insbesondere im Hinblick auf ihre Bedeutung für zukünftige Geschäftsmodelle, die auf Plattformen und Mehrwertdiensten im Umfeld der Freizeitindustrie basieren, werden „Communities“ immer interessanter. Verstärkt wird dieser Effekt durch die zunehmende Konvergenz von Fest- und Mobilnetz (FMC).
Die Communities zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihren  Mitgliedern die Möglichkeit eines durch ihre (Freizeit-)Interessen geprägten, optimierten Gemeinschaftserlebnisses auf der Basis unterschiedlichster Kommunikationskanäle (Web, Handy) bieten. Die Mitglieder einer Community erhalten durch die Plattform die Möglichkeit, z. B. in Form von Telekonferenzen in Kontakt zu treten um sich zu verabreden, sich live über Ereignisse auszutauschen oder Erlebnisse in Form von Text, Bildern oder Video mit anderen zu teilen („Push-to-View“).
Die Communities werden in der Regel durch Drittanbieter etabliert und gepflegt, so dass die Möglichkeit für eine weitere Vermarktung eröffnet wird z. B. in Form des Bereitstellens von Marketingplattformen für Community-spezifische Werbung.
Das Projekt CoSIMS (Community Oriented Services on IMS) zielt in diesem Kontext auf die Entwicklung einer Dienstplattform speziell zur Unterstützung Community-orientierter Dienste auf der Basis einer All-IP-Overlay Architektur. Die zu definierende Plattform basiert wesentlich auf dem IP Multimedia Subsystem (IMS), das derzeit die allgemein favorisierte Service Delivery Plattform für konvergierende All-IP Netze darstellt. Da jedoch in zukünftigen, konvergierenden Netzen nicht nur All-IP Netze eine Rolle spielen, sondern auch Legacy-Netze und -Dienste unterstützt und integriert werden sollen, werden auch darüber hinausgehende Konzepte für die Architektur betrachtet. Dabei ermöglicht das IMS die Bereitstellung sogenannter Service-Enabler, die eine Integration sowohl von Next Generation-, als auch von Legacy-Netzen / -Diensten erleichtern und aus denen sich höherwertige, netzunabhängige Dienste realisieren lassen.


Herausforderung

Die zu definierende Plattform basiert auf dem IP Multimedia Subsystem (IMS). Da in zukünftigen konvergierenden Netzen nicht nur All-IP Netze eine Rolle spielen, sondern auch Legacy Netze und Dienste unterstützt und integriert werden sollen, müssen darüber hinausgehende Konzepte für die Architektur betrachtet werden. Schwerpunkte der zu definierenden Referenz-Architektur liegen in der Identifikation sogenannter Enabler, in deren Zusammenspiel und in der daraus resultierenden Community-Logik. Die Einbindung von Kommunikationsdiensten netzübergreifend an Drittanbieter bildet einen weiteren wichtigen Forschungsgegenstand des CoSIMS Vorhabens.


Projektziele

Ein wichtiges Ziel des Projektes CoSIMS ist die Definition einer Referenzarchitektur, die sich an projektspezifischen Szenarien orientiert. Auf Basis aktueller Standards und Technologietrends wird eine Referenzarchitektur definiert, die eine größtmögliche Offenheit gewährleistet. Die wesentlichen Standards und Technologien kommen dabei vor allem aus der Parlay Group, dem 3GPP und der OMA. Die Identifikation von wichtigen Technologien und Komponenten aus diesen Standardisierungsgremien, wie z.B. der Presence-Service oder die XDMS-Architektur bilden die Basis für die Definition der CoSIMS Referenz-Architektur.
Anhand dieser Referenzarchitektur wird eine Systemspezifikation erstellt, die den bereits vorhandenen Open IMS Playground @ Fokus erweitert und anpasst. Zusätzlich erforderliche externe Komponenten werden hierbei berücksichtigt und gegebenenfalls integriert. Die Bereitstellung von Community-Enablern sowie die Anbindung einer Vielzahl von Kommunikationsdiensten netzübergreifend an Drittanbieter bildet ein zentrales Entwicklungsziel des CoSIMS Vorhabens.
Die Arbeiten von Fokus in innerhalb von CoSIMS zielen darauf ab, die wesentlichen technischen Voraussetzungen für die definierten Community-Dienste zu schaffen. Aufbauend auf dem Open IMS Playground von Fokus wird eine erweiterte Architektur definiert, die insbesondere Community-Dienste und deren Entwicklung auf der Grundlage aktueller Standards und NGN-Technologien unterstützt. Mit Hilfe dieses „Application Enabling and Delivery Environments“ (AEDE) sollen Attraktivität und Machbarkeit von Community-orientierten Diensten demonstriert werden. Auf die Implementierungsphase folgen die Integrationsarbeiten, an deren Ende die Bereitstellung eines „Proof-of-Concept“-Testbeds steht.

Die erste Phase des Projektes CoSIMS wurde Ende 2006 mit einem Feldversuch in Leipzig beendet. Die Erprobung lief hauptsächlich auf der Infrastruktur von FOKUS, basierend auf dem Open IMS Core und zugehörigen Service Enabler.
Mit Studenten der Deutschen Telekom Hochschule für Telekommunikation, Leipzig (FH), konnte ein realistischer Stresstest für das CoSIMS spezifische Dienstumfeld durchgeführt werden.
Eine Gruppe von 40 Studenten wurde mit dem mobilen CoSIMS Client ausgestattet, um einen ersten Eindruck von gruppenorientiertem Management und Kommunikationsdiensten zu vermitteln, so wie in dem Projekt realisiert.
Während der Benutzung des Client für einen Monat konnten hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und  Gruppenkommunikation wertvolle Erfahrungen gesammelt und ausgewertet werden, um realistische Anforderungen für die nächsten Schritte in Richtung einer markt- und benutzerorienten Lösung zu ermitteln. Es konnte gezeigt werden, dass Benutzerfreundlichkeit und damit der IMS Client selbst eine wesentliche Rolle bei dem Erfolg einer CoSIMS Dienstplattform spielt.
Damit trugen die Ergebnisse maßgeblich zu der Fortführung des CoSIMS Projektes bei, dessen zweite Phase bis Ende 2007 läuft.
Der Feldversuch trug des Weiteren dazu bei, die Entwicklungen rund um den Open IMS Playground stabiler und zuverlässiger zu machen, mit dem Ziel einer kompletten und sicheren Umgebung für allgemeine IMS basierte Dienste.


Technologie

Das IMS ermöglicht die Bereitstellung sogenannter "Service-Enabler", die eine Integration von Legacy Netzen / -Diensten erleichtern und aus denen sich höherwertige, netzunabhängige Dienste realisieren lassen. Presence- und Gruppenmanagement-Enabler ermöglichen dabei die Realisierung der angestrebten Community-Applikationen.
Fraunhofer Fokus leistet außerdem Unterstützung  bei der Integration weiterer Komponenten in das Testbed sowie bei der Anbindung des Testbeds an die Infrastrukturen der anderen Projektpartner.
Fraunhofer Fokus betreibt seit 2003 den Open OSA / Parlay Playground @ Fokus und seit Mitte 2004 den Open IMS Playground @ Fokus, in denen alle wesentlichen Systemkomponenten durch Eigenentwicklungen und Partnerprodukte bereitgestellt und zur Realisierung von Prototypanwendungen genutzt werden. Mit diesen Ressourcen  steht eine differenzierte Testbed-Umgebung mit dem entsprechenden System- und Anwendungs-Know-How zur Verfügung.
Zu den projektspezifischen Komponenten, die Fraunhofer Fokus innerhalb des CoSIMS-Testbed zur Verfügung stellen wird, gehören

  • P-CSCF (Proxy Call Session Control Function), I-CSCF (Interrogating Call Session Control Function) und S-CSCF (Serving Call Session Control Function)
  • SIPSEE (SIP Servlet Container -> SIP Servlet Execution Environment)
  • Media Server
  • Media Gateway
  • Presence Server
  • Open IMS Client



CoSIMS-Grafik

Von Fraunhofer Fokus zu entwickelnde CoSIMS-Architektur-Komponenten

 

Partner

  • Deutsche Telekom Laboratories

  • HP Deutschland

  • T-Systems

  • trommsdorff + drüner

  • Fraunhofer Institut Fokus





 

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