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Informatik2008 INFORMATIK 2008 – Beherrschbare Systeme – dank Informatik

Workshop "SOA und EU-Dienstleistungsrichtlinie in der öffentlichen Verwaltung"

FOKUS organisierte auf der INFORMATIK 2008 einen Workshop zum Thema  "SOA und EU-Dienstleistungsrichtlinie in der öffentlichen Verwaltung". Am Donnerstag 11.09.2008, 9.00-17.30 Uhr, im Rahmen der Informatik 2008, TU München, Theresianum im Stammgelände an der Theresienstrasse.
Die AGENDA steht Ihnen an dieser Stelle zum Download bereit: Agenda Informatik 2008

Ziel des Workshops war es, Erfahrungen zusammentragen, Möglichkeiten  und Vorschläge für die Umsetzung einer serviceorientierten Architektur in der öffentlichen Verwaltung aufzuzeigen. Zugleich sollte das Forum der GI-Jahrestagung genutzt werden, um das bis zum Sommer 2008 zu erarbeitende Memorandum zur EU-Dienstleistungsrichtlinie des GI-Fachausschuss „Verwaltungsinformatik“ der Öffentlichkeit zu präsentieren und erstmals in einer breiten Fachöffentlichkeit zur Diskussion zu stellen.

Präsentationen / Beiträge des Workshops:


Plenum080911



Beschreibung
Die im Dezember 2006 verabschiedete EU-Dienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 2006/123/EG) soll den Zugang zum Dienstleistungsmarkt in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verein­fachen, bestehende bürokratische Hindernisse für Dienst­leistungserbringer abbauen und so die grenz­über­schreiten­de Erbringung von Dienst­leistungen in Europa fördern.
Bis Dezember 2009 muss die Richtlinie in allen EU-Staaten in nationales Recht über­führt wer­den. Für die Umsetzung haben die Regierungen und Verwaltungen der Mitgliedsländer eine ganze Reihe an Aufgaben zu erledigen, die mit umfangreichen Ände­rungen des Wirtschafts- und des Verwaltungsrechts verbunden sein werden. So sind im Sinne eines One-Stop-Government ein­heit­liche Ansprechpartner (Artikel 6) für Dienst­leistungserbringer ein­zu­richten, die diese bei allen Pro­zes­sen mit der Ver­wal­tung begleiten – über den ge­samten Lebens­zyklus von der Wiege bis zur Bahre: von der Aufnahme der Dienstleistungstätigkeit über die gesamte Aus­übung der Dienstleistungstätigkeit bis zur Geschäftsauflösung. Diese einheit­lichen Ansprech­partner sollen Dienst­leistungserbringer aus anderen EU-Mitglieds­staaten über alle rele­vanten Vorgaben und Zuständig­kei­ten infor­mie­ren sowie bei der Abwicklung von Ver­fahren und Formalitäten mit der öffent­lichen Ver­wal­tung helfen (Artikel 7). Behörden aller Verwaltungsebenen müssen zudem dafür sorgen, dass die von der EU-Dienst­leistungs­richtlinie betroffenen Verwaltungsverfahren elektronisch abge­wickelt werden können (Artikel 8). Einheitliche Ansprech­partner und die elektronische Verfahrensabwicklung wer­den einen ganz wesent­lichen Beitrag zur Vereinfachung von Strukturen, Ver­fahren und Formalitäten leisten. Eine konse­quente Umsetzung ent­sprechender One-Stop-Government-Konzepte auf Basis einer serviceorientierten Architektur (SOA) wird beträcht­liche Auswirkungen auf die gesamte öffentliche Ver­waltung in allen Mitgliedsstaaten (nationale, subnationale und kommunale Ebene) haben, die weit über den Anwendungs­bereich europäischer Dienst­leistungs­unter­nehmen hinausreichen.
In der öffentlichen Verwaltung kommt es aber auch aus anderen Gründen bereits zu zahl­reichen Umstrukturierungen. So wurden beispielsweise die Arbeitsverwaltung, die gesetz­lichen Rentenversicherungsträger und die Berufsgenossenschaften erheb­lich um­strukturiert und zahlreichen Fusionen unterworfen. Auch Behörden auf Bundes-, Landes, Kreis- und Stadt­ebene sehen sich einem erheblichen Restrukturierungsdruck ausgesetzt. Einige Behörden setzen bereits auf SOA als einen Träger für diese Veränderungen. Kann eine SOA der wirkungs­volle Hebel für eine leistungs­fähige öffentliche Verwaltung wirklich sein.

Adressatenkreis
Führungskräfte und IT-Verantwortliche aus der öffentlichen Verwaltung

  • Wissenschaftler, die im Bereich der öffentlichen Verwaltung forschen

  • IT-Lieferanten für die öffentliche Verwaltung

  • Politisch Verantwortliche


Workshop-Organisation
Ulrich Bode
Diplom-Informatiker, Fellow der Gesellschaft für Informatik, Kreisrat
Am Hirthaus 3, D-82239 Alling
Telefon: 0171 - 8 29 29 39
mail (AT) ulrich-bode.de
 
Priv.-Doz. Dr. Jörn von Lucke
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
Fachausschuss Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik
Kaiserin-Augusta-Allee 31, D-10589 Berlin
Telefon: 030 - 34 63 71 86
joern.von.lucke@fokus.fraunhofer.de

Programmkomitee
Ulrich Bode (Fellow der Gesellschaft für Informatik)
Dr. Klaus-Peter Eckert (Institut FOKUS, Fraunhofer Gesellschaft)
Wolfgang Glock (mgm technology partners GmbH)
Priv.-Doz. Dr. Jörn von Lucke (DHV Speyer und FOKUS Berlin, Fraunhofer Gesellschaft)
Jürgen Renfer (Bayerischer Gemeindeunfallversicherungsverband)
Herbert Sattler (Fujitsu Siemens Computers GmbH)
Karl-Wilhelm Schick (mgm technology partners GmbH)
Prof. Peter Schilling (FH Ludwigsburg)

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