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eGOIA

 

Die Europäische Kommission initiierte ein Programm - @LIS „ALliance for the Information Society“ – um die Entwicklung der Informationsgesellschaft in Lateinamerika zu beschleunigen und die Kooperation zwischen europäischen und lateinamerikanischen Partnern zu stärken.

Die Fortschritte in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in der öffentlichen Verwaltung erfordern auch in Lateinamerika Veränderungen hinsichtlich einer zukunftsorientierten, elektronischen Gemeinschaft. Obwohl die Nutzung von Computern und Netzwerken in zunehmendem Maße auch für den ökonomischen und sozialen Erfolg erforderlich ist, können viele Menschen in den lateinamerikanischen Innenstädten und in isolierten ländlichen Gebieten diese neuen Technologien noch nicht nutzen. Daher ist es besonders wichtig, gerade in strukturschwachen Umgebungen den Zugang zu den neuen Technologien zu ermöglichen, um so digitale Barrieren zu überwinden. Neue Wege der Interaktion von Bürgern mit der öffentlichen Verwaltung eröffnen hier einen hohen gesellschaftlichen Nutzen.

Das @LIS Demonstrationsprojekt „Electronic Government Innovation and Access (eGOIA)“ wird ein eGovernment Demonstrationssystem bereitstellen, welches den Zugang zu integrierten administrativen Diensten im Internet erlaubt. Dabei werden kommunale, regionale und nationale Dienste der öffentlichen Verwaltung unterstützt. Zuerst werden diese Dienste in São Paulo (Brasilien) erprobt. Eine Verbreitung des Demonstrators in andere brasilianischen Städte sowie nach Peru ist vorgesehen.

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ZIELE

Das Hauptziel des EU @LIS Demonstrationsprojekts „Electronic Government Innovation and Access (eGOIA)“ ist die Bereitstellung von Demonstratoren, die eine zukunftsorientierte öffentliche Verwaltung für eine breite Öffentlichkeit in Lateinamerika aufzeigen. Die Vision des eGOIA Projekts ist die Bereitstellung eines virtuellen Raumes, der die Interaktion von Bürgern (unabhängig vom sozialen Status, Geschlecht, Fähigkeiten und vom Alter) mit der öffentlichen Verwaltung zukunftsorientiert und kosteneffektiv unterstützt.

eGOIA hat in Brasilien die Region São Paulo für seine lokalen Demonstrationen ausgewählt. Die Bürger von São Paulo können bereits Verwaltungsdienstleistungen zentral in den so genannten Poupatempos (ähnlich Bürgerämter) in Anspruch nehmen. Poupatempos sind sehr beliebt und die Bürger wünschen deren weitere Verbreitung. Allerdings ist die Einrichtung von Poupatempos mit hohen Aufwänden aufgrund der benötigten umfangreichen Infrastruktur verbunden, die für die qualitativ hochwertigen Dienstleistungen erforderlich ist. Zwar werden in Poupatempos sehr viele Dienstleistungen angeboten, doch erfordern diese das Anstellen in der jeweiligen Warteschlange. Die positive Akzeptanz der Poupatempos führte zu der Anforderung an die Regierung von São Paulo, dieses System zu einem Internet-basierten eGovernment System zu erweitern, das auch für Bürger in São Paulo und in den ländlichen Gebieten verfügbar ist, die zur Zeit noch keine Erfahrung in der Nutzung neuer Technologien und Dienste besitzen.

In Peru wird ergänzend die Bereitstellung von kommunalen Diensten angestrebt, wobei unterschiedliche Vorbedingungen in den Stadtbezirken/Gemeinden (San Borja, El-Salvador und Cajamarca) anzutreffen sind.

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TECHNOLOGIE

Technisch basiert eGOIA auf zwei Paradigmen: „Front-Office“ und „Back-Office“ Integration. Back-Office Integration umfasst einen einheitlichen Ansatz, um sowohl existierende als auch neu entwickelte administrative Dienste zu integrieren. Anforderungen wie schnellere Entwicklungszeit, verringerter Aufwand, bessere Wiederverwendbarkeit motivieren dabei die Nutzung von Middleware Architektur und Technologien. Neben der Integration von Back-Office Prozessen ist der Hauptfaktor für die Akzeptanz von eGovernment Diensten eine intuitive Nutzerschnittstelle, welche die Nutzung verschiedener Dienstleistungen unterstützt. eGOIA wird diese integrierten Dienstleistungen in so genannten Citizen Access Points bereitstellen, die insbesondere auch weniger privilegierten Nutzern zur Verfügung stehen sollen. Daher müssen die Dienstleistungen einfach und lebensnah angeboten werden, d.h. verschiedene Lebenslagen (Kind geboren, Arbeitssuche, soziale Unterstützung) werden unterstützt.

Um eine hohe Qualität der eGOIA Dienste zu gewährleisten, werden die Nutzeranforderungen (funktionale und nicht-funktionale Anforderungen) erfasst und bewertet. Die Ergebnisse werden in den verschiedenen Phasen des Projekts in den Entwicklungsprozess einbezogen. Technisch wird der Evaluierungsprozess durch den Aufbau von Nutzungslaboratorien unterstützt, in denen die Dienstnutzungsprozesse ausgewertet werden.

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PARTNER

Die Partner des eGoia Konsortiums sind aus Lateinamerika, Brazilien, Peru, Deutschland, England und Portugal:

 

Fraunhofer FOKUS, Institute for Open Communication Systems,

Germany (Coordinator)

Secretaria de Governo e Gestão Estratégica, Casa Civil,

São Paulo, Brazil

Centro de Pesquisas Renato Archer (CenPRA), Brazil

Associação Brasileira de Empresas Estaduais de

Processamento de Dados (ABEP), Brazil

Consejo Nacional de Ciencia y Tecnología (CONCYTEC), Peru

Helios ICT Management Ltd., UK

Meticube Sistemas de Informação, Comunicação e

Multimédia, Lda., Portugal

INI-GraphicsNet Stiftung, Germany

 


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