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Verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder

Gemeinsamer verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder für Deutschland


Die Forschergruppe Hochleistungsportale entwickelte einen Standardisierungsvorschlag für den Datenaustausch verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder. Dabei wurden die bestehenden XÖV-Kernkomponenten genutzt und überprüft. Nach Einarbeitung der Ergebnisse der öffentlichen Kommentierung wurde der Vorschlag den Gremien von DOL-Standardisierung zugesandt und im XRepository eingestellt.

Parallel entwickelte die Forschungsgruppe einen Prototyp zur Validierung der Konzeption sowie zum Aufbau von Interoperabilitätsszenarien.

Der FOKUS-VZF-Prototyp wurde auf Basis der Konzeption stetig weiterentwickelt und im E-Government-Labor integriert.

Auf der rechten Seite finden Sie den Standardisierungsvorschlag zum Datenaustausch verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder.

Zu den vier Verzeichnissen

  • XGebiet,

  • XEinrichtung,

  • XLeistung und

  • XZuständigkeit

sind jeweils die Spezifikation und UML-Diagramme enthalten.

 

Workshops:
Am 29./30. Oktober 2008 fand bei Fraunhofer FOKUS der zweite Umsetzungsworkshop zum Konzept und zur Standardisierung "Verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder" statt.
Weiterführende Informationen, Präsentationen und Ergebnisse


Am 28./29. August 2008 fand bei Fraunhofer FOKUS der erste Umsetzungsworkshop zum Konzept und zur Standardisierung "Verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder" statt.
Weiterführende Informationen, Präsentationen und Ergebnisse


Am 14. April 2008 fand bei Fraunhofer FOKUS der Kick-Off-Workshop "Verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder" statt.
Weiterführende Informationen, Präsentationen und Ergebnisse

 

Informationen:
Für Bürger und Unternehmen, die meist nur gelegentlich Kontakt zur öffentlichen Verwaltung haben, ist die Aufgabe, die richtige Zuständigkeit zu finden, oft ein Problem. Deshalb ist ein Angebot wünschenswert, mit dessen Hilfe sie eine anlassbezogene, verständliche und übersichtliche Darstellung der für sie relevanten Zuständigkeiten erhalten.

FOKUS setzt sich seit Oktober 2007 in der durch interne Programme der FhG geförderten Forschergruppe „Hochleistungsportale“ wissenschaftlich mit der Erstellung einer Architektur für einen verzeichnisbasierten Zuständigkeitsfinder (VZF) und der Konzeption der zu Grunde zu liegenden Verzeichnisse auseinander. Der Typ des VZF dürfte nach den Erkenntnissen der Vorarbeiten die zuverlässigsten  Suchergebnisse liefern.
Ziel ist eine Lösung mit offener Architektur, die neue Möglichkeiten eröffnet, sich in die bestehenden Lösungen einfügt und mit diesen kommuniziert, weitere Entwicklungspotentiale aufzeigt und zugleich Redundanzen und Doppelarbeit vermeidet.
Ein VZF bestimmt Zuständigkeiten mit Hilfe ausgewählter Verzeichnisse und Abfragen. Dafür müssen zumindest je ein Verzeichnis von Verwaltungsleistungen, von Gebietskörperschaften und den Behörden vorliegen. Diese werden durch ein Zuständigkeitsverzeichnis zu einem auskunftsfähigen System verbunden. In denkbaren Ausbaustufen könnte ein solcher Ansatz zukünftig um weitere Verzeichnisse ergänzt werden.
Inhaltlich unterscheiden sich die möglichen Typen durch den Umfang der Verzeichnisinhalte und ihren örtlichen Bezug. Die Varianten reichen vom „lokalen Zuständigkeitsfinder“, der ausschließlich über die Zuständigkeiten der eigenen Behörden informiert -z. B. innerhalb einer Kommune - bis zum verzeichnisbasierten „nationalen Zuständigkeitsfinder“ für Deutschland mit den Zuständigkeiten aller Verwaltungsebenen in der Bundesrepublik. Die inhaltliche Komplexität erweitert sich noch um die möglichen unterschiedlichen technischen Realisierungsansätze.

Neben den hier bearbeiteten verzeichnisbasierten Zuständigkeitsfindern gibt es Lösungsversuche des Problems mit Suchmaschinen, Content-Management-System-basiert und Wiki-basiert sowie den Zentralen Zuständigkeitsfinder als Vermittlungsdienst (ZZ). Erfahrungen mit diesen Ansätzen lassen sich zum Teil für die VZF-Entwicklung übertragen.
Verzeichnisbasierte Zuständigkeitsfinder können ihren Zweck nur erfüllen, wenn die Verzeichnisse stets aktuell gehalten werden können, ohne dass die Kosten für Betrieb und redaktionelle Pflege zu hoch sind. Die erforderlichen Daten können zentral, regional, aber auch vor Ort erfasst und die Datenbestände virtuell zusammengeführt werden. Für Deutschland erscheint ein Verbund lokaler oder regionaler Zuständigkeitsfinder am realistischsten zu sein. Die bisher gesammelten Erfahrungen zur redaktionellen Pflege solcher Verzeichnisse und ihr Praxisbetrieb zeigen, dass sich Mischformen mit einer zentralen Chefredaktion und lokalen Fachredakteuren am besten eignen.
Die EU-Dienstleistungsrichtlinie und das Bürgertelefon D115, die nationale Zuständigkeitsfinder benötigen, schaffen einen unausweichlichen Bedarf, der die Entwicklung fördern dürfte. Nun gilt es, den Ansatz eines gemeinsamen verzeichnisbasierten Zuständigkeitsfinders wissenschaftlich zu fundieren und ihn auf die Anforderungen der Verwaltungspraxis auszurichten.

 

 

 

 


 

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