Prof. Dr. Jörn von Lucke
Fraunhofer FOKUS
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Jens Klessmann
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White Paper "Elektronische Safes für Daten und Dokumente"
In diesem Papier der FOKUS-Forschungsgruppe Hochleistungsportale werden die Vision und die funktionalen Aspekte elektronischer Safes beschrieben. Ein solches Angebot erlaubt es Bürgern und Unternehmen, ihre digitalen Daten und Dokumente sicher zu verwahren. Mit Hilfe von Datenfreigaben können Nutzer des Systems ihre Unterlagen unkompliziert und medienbruchfrei Dritten zur Verfügung stellen. Elektronische Safes stellen einen wichtigen Baustein für die erfolgreiche IT-Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie dar. Das Fallmanagement kann so in den Händen der Kunden des einheitlichen Ansprechpartners bleiben. Auch bei der Umsetzung der Behördenrufnummer D115 können elektronische Safes diese Funktion übernehmen.
Das White Paper kann nebenstehend als PDF abgerufen werden.
Workshop:
Am 13. November fand bei Fraunhofer FOKUS der Kick-Off-Workshop „Elektronischer Safe für Daten und Dokumente“ statt.
Weiterführende Informationen, Präsentationen und Ergebnisse
Projekt Datennotare - Sichere und vertrauensvolle Betreiber elektronischer Safes
Allgemeine Informationen
Zur Erleichterung des Zugangs zur elektronischen Verwaltung für Bürger und Unternehmen werden Systeme zur sicheren Ablage und gezielten Freigabe digitaler Daten und Dokumente erforderlich: Mit elektronischen Safes könnten Bürger, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung ein leicht bedienbares Werkzeug erhalten, um reibungslos und datenschutzkonform elektronische Dokumente auszutauschen und um zu kommunizieren.
Ein elektronischer Safe für Daten und Dokumente ist ein auf modernen Informations- und Kommunikationstechnologien basierendes und über elektronische Medien erreichbares virtuelles Schließfach zur Ablage, Verwaltung und Freigabe elektronischer Daten und Dokumente. Ein solcher Safe kann verschiedene Ausprägungen haben und in der Verfügungsgewalt von Bürgern, Verwaltung oder Dritten stehen. Die öffentliche Verwaltung erhält so medienbruchfrei Zugriff auf notwendige Daten zur anschließenden Bearbeitung. Dadurch ergeben sich weitere Optimierungspotentiale in den Abläufen. Unternehmen können mit Hilfe elektronischer Dokumente effizienter mit der Verwaltung kommunizieren und wiederkehrende Behördengänge schneller erledigen.
Zugleich sollten sie den Safe zum Austausch elektronischer Daten mit ihren Kunden verwenden. Bürger können zudem eigene Dokumente auch Verwandten, Freunden und Dritten unkompliziert zur Verfügung stellen.
Im Fraunhofer-Institut FOKUS bearbeitet die Arbeitsgruppe Hochleistungsportale, eine aus internen Mitteln der Fraunhofer Gesellschaft geförderte Forschungsgruppe, das Thema seit April 2008.
Schwerpunktthemen stellen dabei besonders die Bereiche der Interoperabilität und das Konzept des Datennotars dar. Hier werden entsprechende Konzepte in Kooperation mit Partnern aus Industrie und Verwaltung entwickelt. Ziel sind offene Ansätze, die bereits existierende Lösungen sinnvoll ergänzen und veredeln können. Redundante Entwicklungen sollen dabei bewusst vermieden werden.
Interoperabilität elektronischer Safes
Bei zunehmender Nutzung existierender und neuer Lösungen für elektronische Safes wird zukünftig die Interoperabilität der Safes und die Übertragbarkeit ihrer Inhalte eine wichtige Rolle spielen. Im Sinne eines nutzerfreundlichen eGovernment sollte es mit jeder Lösung, die bestimmten Standards entspricht, möglich sein, elektronische Dokumente mit der Verwaltung auszutauschen (Technische Interoperabilität). Um die organisations- und staatsübergreifende Verwendung von u.a. Stammdaten der Safes zu erleichtern, sollte auch eine semantische Interoperabilität zwischen Safes hergestellt werden.
Die Safes sollten ferner die einfache Übertragbarkeit des kompletten Dateiinhalts zu konkurrierenden Lösungen inklusive Verzeichnisstrukturen und möglicher Metadaten unterstützen (Organisatorische Interoperabilität). Für die Interoperabilität der Datensafes und ihrer Daten sind entsprechende Austausch- und Datenstrukturstandards anzuwenden, anzupassen oder bei Bedarf neu zu entwickeln.
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